Die Haare :

 

 

 

 

 

 

Autor: Heilpraktiker Heinz Kasik                      Erschienen im Ka-Verlag, 72458 Albstadt

 

 

Haare sind der schönste Schmuck des Menschen obwohl, oder gerade deshalb, sie ihre urspruengliche Funktion verloren haben. Nämlich den Schutz vor Hitze , Kälte und sonstigen schädlichen Einflüssen. Den Rückzug der Haare hat der Mensch durch Kleidung ersetzt und wo es klimatisch erforderlich war, zusätzlich durch Feuerstellen und Häuser.

Eigentlich könnten wir auf Haare ganz verzichten, zumindest aus Nützlichkeitserwägungen. Und trotzdem hängt der Mensch an seinen Haaren. Volles, gesundes Haar steht für Schönheit, Lebenskraft und Erfolg. Es macht begehrenswert und steht für Selbstverwirklichung. Aber auch religiöse, magische und soziale Gründe spielen und spielten schon immer eine Rolle.

Ein Abweichen von der Norm des äußerlichen Erscheinungsbildes in jungen Jahren fürt in vielen Fällen zum Gefühl der Benachteiligung, besonders im Beruf und bei der Partnersuche. Bildet diese Person einen „Hässlichkeitskomplex“ führt dies zu depressiven Verstimmungen oder auch zu dauerhaften aggressiven Verhaltensweisen.

Mit vollem, gesundem Haar fühlt sich der Mensch schön und begehrenswert. Es stärkt sein Selbstwertgefühl, gibt das Gefühl von Freiheit und Sicherheit und wirkt stabilisierend auf beiderlei Geschlecht als Sexualpartner.

Volles gesundes Haar bewirkt das Gefühl des Glücks, Haarlosigkeit dagegen galt nie als schön!   Den Sklaven wurden die Haare geschoren, auch den Soldaten und Mönchen, zum Zeichen der Unterwerfung. Die Freien ließen die Haare seit jeher lang wachsen.

Zu unserer heutigen Vorstellung von Schönheit gehört bei den Männern dichtes, volles Kopfhaar, während die übrige Behaarung keine so große Rolle spielt. Bei den Frauen spielt dagegen auch die übrige Behaarung eine ebenbürtige Rolle. Als schön gilt eine unsichtbare Körperbehaarung und ein knappes Schamhaar.

Das schmücken des Kopfhaares sollte schon immer die soziale und ästhetische Bedeutung unterstreichen, sich ins „rechte Licht“ zu rücken. Erhaltung der Haare und ihre Pflege ist eben mehr als Hygiene. Und gerade deshalb wird Haarausfall und Glatzenbildung oft als Katastrophe empfunden, wenn auch nicht immer bei den ersten Anzeichen. Oft muten wir unseren Haaren zu viel zu – es wird überstrapaziert. Darum ist es gut zu wissen was ihm gut tut und was nicht. Überlassen sie dies nicht nur ihren Friseur, Kosmetiker oder, wenn das Kind schon in den sprichwörtlichen Brunnen gefallen ist, dem Arzt. Rechtzeitig informieren und vorbeugen schützt besser.

Es ist gut, wenigstens in Grundzügen, zu wissen wie das Haar und die Haut, auf die wir noch zu sprechen kommen, aufgebaut sind. Unabdingbar sind auch Kenntnisse über die Lebensvorgänge der beiden. Der Volksmund sagt: Mit Haut und Haaren.., wohl wissend wie eng beide mit einander verflochten sind.

Ein Allheilmittel für alle Probleme die uns wegen unserer Haut und unseres Haarkleides plagen wird es wohl nie geben, dazu sind die Ursachen zu unterschiedlich. Doch deshalb braucht niemand gleich die „Flinte ins Korn werfen“. Bei Erkrankung der Haare gibt es gut ausgebildete Fachärzte. So weit sollte man es aber gar nicht kommen lassen. Vorbeugen ist alle mal besser als Heilen.

Ernaehren sie ihre Haut richtig, ist auch ihr Haar gesund, denn das Haar ist ein Anhangsgebilde der Haut, ebenso die Nägel an Händen und Zehen.

 

 

ALLGEMEINES UEBER DAS HAAR

 

Der Mensch besitzt ungefähr die gleiche Anzahl an Haaren wie seine nächsten Verwandten, die Menschenaffen. Es sind um die zwei Millionen. Gänzlich unbehaart sind nur die Innenfläche der Hände und Füße und die Lippen.

Auf unseren Köpfen wachsen zwischen 80 und 140 Tausend Haare. Das heißt auf den Quadratzentimeter um die 100 Haare.

Interessant ist, dass rothaarige Frauen die wenigsten Haare haben und Blonde die meisten. Brünette liegen dazwischen.

Haare sind relativ langlebig, zwischen 5 und 7 Jahre.

Das feine Haar, das oft kaum sichtbar ist, wird Flaum- oder Wollhaar genannt (fachlich Lanugohaar von Lana= Wolle). Darüber hinaus unterscheidet man noch Lang- und Borstenhaar. Zum Langhaar zählen die Kopfhaare, Barthaare, die Achsel und Schamhaare. Zum Borstenhaar die Augenbrauen, Wimpern, die Haare in der Nase und im Gehörgang. Wie der Daumenabdruck eines Menschen gleicht keine Behaarung eines Menschen dem anderen.

Das Wachstum unserer Haare und unser Leben sind untrennbar mit einander verbunden. Selbst das ungeborene Kind ist bis zum 7. Schwangerschaftsmonat  mit Flaumhaar bedeckt. Erst danach fällt es aus. Bis zum Terminalhaar, dem endgültig ausgeformten Haar, vergehen dann um die 20 Jahre. Es ist an den Abschluss des Körper-Wachstums gekoppelt.

Das Wachstum des Haares endet erst mit dem Tod, danach wächst es nicht mehr, entgegen der Volksmeinung.

Das Haarwachstum ist von vielen Faktoren abhängig. Ein gesundes Haar wächst am Tag etwa 1/3 Millimeter, im Monat ca. 1 Zentimeter, oder in 8 Jahren 96 Zentimeter, wenn es nicht geschnitten wird. Danach fällt es aus. Der gesunde Mensch verliert pro Tag etwa 50 – 70 Haare. Verliert er mehr, deutet das auf ein Problem.

Ein Haar ist zwischen 0,03 und 0,15 Millimeter dick. Ist es gesund und kräftig hält es ein Gewicht von ca. 100 Gramm. Reißt es frühzeitig, besteht der Verdacht auf ein Haarleiden.

Die unglaubliche Reißfestigkeit  entsteht durch den mehrschichtigen Aufbau. Von außen gesehen ist das Haar keineswegs glatt, auch nicht wenn man von „glattem Haar“ spricht.

Die äußere Schuppenschicht windet sich spiralförmig zur Haarspitze. Sie ist nur 1 tausendstel Millimeter dick und ist mit der darunter liegenden Schuppenschicht durch eine Kittsubstanz verklebt. Ein Haar kann bis zu 10 solche Schuppenschichten haben. Und alle sind mit einander verklebt. Diese Schichten schützen die darunter liegende Faserschicht und das Mark. Die Faserschicht ist für das Längenwachstum, (die Festigkeit) und die Lebensdauer verantwortlich. Diese Fasern sind so dünn, dass 2000 neben einander gelegt gerade mal einen Millimeter breit sind. Sie sind etwa 15 – 25 tausendstel Millimeter lang und man könnte meinen wahllos mit einander verschlungen, bilden aber auch Stränge und umschlingen sich. Dies gibt dem Haar seine Elastizität.

Die Markhöhle ist eher eine Röhre, die, wenn auch nicht immer, mit einer schwammartigen Hornsubstanz gefüllt ist, den sogenannten Keratinen. Diese sind Gerüsteiweiße. Zu diesen gesellen sich Schwefel (ca. 5%), Stickstoff (ca. 20%) und Fettmoleküle. Dies ist auch der Grund, warum es außerordentlich schwer ist Haare aufzulösen. Es gelingt nicht mit Säuren oder Laugen, auch nicht mit Eiweiß spaltenden Substanzen. Selbst hohe Temperaturen und Druck schaffen es nicht. Bisher ging es um das sichtbare Haar, das ja eine Wurzel hat, welche in der Haut verankert ist. Außerdem wird noch zwischen Haarwurzel und Haarzwiebel unterschieden, aber kommen wir zuerst zur Haarwurzel.

Die Haarwurzel als solche ist beim Menschen noch nicht vom Aussterben bedroht, wenn es auch Wissenschaftler gibt, die den Menschen in Zukunft haarlos sehen. Noch haben wir ja ca. 2 Millionen Haarwurzeln. Am Kopf sind sie am dichtesten, ca. 5%, gefolgt von den Armen, dem Rumpf und die wenigsten Haare haben wir an den Beinen. Bei mittlerer Körpergröße verteilen sich die Haarwurzeln auf ca. 2 Quadratmeter Hautfläche.

Nun, wenn man von den Haarwurzeln spricht, muss man auch von der Haut sprechen, denn darin sind sie eingebettet und werden versorgt.

Also, die Haut hat bekanntlich drei Schichten:

  1. Die Oberhaut oder Epidermis. Das was wir sehen ist die Hornschicht, die verschieden dick sei kann, aber selten dicker als zwei Millimeter ist.
  2. Die Lederhaut oder Corium. Sie befindet sich unter der Oberhaut. Sie ist von Nervenzellen der Tastorgane und kleinen Blutgefässen durchzogen und aus elastischem Bindegewebe aufgebaut. Hier befinden sich die Talgdrüsen, auch der Haarmuskel, welcher an der Oberhaut festmacht.
  3. Die Unterhaut oder Subkutis. Ihre Hauptbestandteile sind Fettzellen und lockeres Bindegewebe. Hierin eingebettet ist die Haarzwiebel und die Schweißdrüsen. In dieser Schicht lagert der Organismus Stoffe an die er , aus welchen Gründen auch immer, nicht ausscheiden kann.

Ist ihnen hier was aufgefallen? Menschen die nicht schwitzen können oder schwitzen wollen werden gewisse Abbauprodukte ihres Körpers nicht los. Könnten diese nicht auch die Haare schädigen?

 

Vielleicht fragen sie sich, wie kommt die Haarwurzel in diese unterste Schicht?

Bereits im 3. Schwangerschaftsmonat, wenn also der Mensch gerade mal ein Däumling ist, beginnen die 2 Millionen Haarkeime auf der Haut zu wachsen. Aber dort würden diese verhungern, aber sie wollen leben, wie alles was lebt, leben will. Nahrung gibt es dort, wo kleine Blutgefässe die Haut versorgen. Also wachsen sie in die Tiefe, bis in die unterste Hautschicht, die Unterhaut (Subkutis), wobei sie zuerst die Lederhaut (Corium) durchdringen müssen. So werden aus den Haarkeimen Haarzapfen. Diese wissen, auf Grund ihrer genetischen Information, was sie herstellen müssen – Haare und nochmals Haare!

Aber von nichts kommt nichts. Um Haare herstellen zu können brauchen sie spezielle Zutaten oder Bausteine. Vielerlei Keratine, das Gerüsteiweiß, dazu Fett und Farbstoffe. Wie im Leben entstehen, wenn etwas aufgebaut wird, auch Abbauprodukte. Diese nimmt das Blut mit und transportiert diese zur Leber, unserer Recyclingstation. Was dort nicht verwertbar ist, wandert hinaus. Über die Nieren, den Darm, die Haut. Einfach genial – ohne Blut geht nichts!

Unsere Haarfabrik befindet sich am Ende der Haarwurzel, in der Papille. Dort teilen sich die Zellen und in der Haarzwiebel arbeiten die verschiedenen Gewebearten nach genau vorgegebenem Bauplan. Das so entstandene „Haar“ wird nach oben gedrückt und erscheint auf der Haut. „das Haar wächst“ und damit es nicht gleich wieder ausfällt ist es in der Kopfhaut verankert. Der Haarbalg besteht aus Bindegewebe, umgibt die Haarzwiebel und verbindet diese mit der Kopfhaut.

Gleich unter dem Haarbalg befindet sich noch eine wichtige  Schicht, die Glashaut. Während äußere und innere Wurzelscheide mit dem sichtbaren Haar ausfallen, bleibt die Glashaut.

 

Zum Wachstum der Haare und seiner Farbe

 

Das Wichtigste ist zu wissen, dass die Haare nicht stetig wachsen. Haarwachstum ist ein Dreierzyklus:

  1. Die Wachstumsphase oder Anagenphase dauert 5-7 Jahre.
  2. Die Übergangsphase oder Katagenphase dauert 1-2 Wochen.
  3. Die Ruhephase erstreckt sich über 2-4 Monate.

Die zeitliche Dauer der einzelnen Phasen ist bei jedem Menschen genau festgelegt.

Es ist schon enorm, welche Leistung hier die Natur vollbringt, wenn man bedenkt, dass sich die Wurzelzellen ein Mal pro Tag teilen. Dies kann aber nur geschehen, wenn keine schädigenden Einflüsse diese Zellteilung stören, oder gar stoppen!

Wir wissen jetzt: Ohne Zellteilung kein Haarwachstum!

Am Ende der 1. Phase, der Wachstumsphase, geschieht immer das Gleiche: Die äußere Wurzelscheide schließt sich im unteren Teil und trennt so das Haar vom Mutterboden. Während es nach oben wandert treibt sich der abgetrennte Teil auf und bleibt noch 2-4 Monate im Wurzelkanal vor es endgültig ausfällt.

Während dieser Zeit bildet sich aber bereits das neue Haar und beginnt zu wachsen. Dabei schiebt es das alte Haar aus dem Wurzelkanal und drängt ins Freie. Es kommt aber auch vor, dass zwei Haare aus demselben Wurzelkanal ragen. Das ist dann der Fall, wenn das alte Haar (Kolbenhaar) dem neuen Haar nicht gleich weicht, d.h. es hat sich am alten Haar vorbeigeschoben.

Wissenschaftler haben errechnet, dass auf dem menschlichen Kopf bei durchschnittlich einhunderttausend Haaren sich ca. 14% in der Ruhephase befinden (Kolbenhaare), 1% in der Übergangsphase (Katagenphase), aber 85% der Haare befinden sich in der Wachstumsphase (Anagenphase).

Verändert sich dieses Verhältnis, ist dies ein Anzeichen für krankhafte Veränderungen.

Bei den altersbedingten Veränderungen des Haares (insbesondere des Kopfhaares) spielen erwiesener Massen Hormone eine wichtige Rolle. Das tun sie überhaupt bei Jung und Alt. Ohne Hormone funktioniert kein Stoffwechsel, kein Wachstum und damit auch kein Haarwuchs.

Das männliche Fortpflanzungshormon TESTOSTERON und das weibliche Hormon OESTROGEN spielen eine wesentliche Rolle bei der Ausprägung des männlichen oder des weiblichen Haarwuchses. Man nennt dies geschlechtstypisch. Obwohl beide ungefähr gleich viele Haare haben, wachsen diese nicht an den gleichen Stellen und in gleicher Ausprägung.

Wieso haben Männer einen Bart, Haare auf der Brust, den Rücken und auf dem Bauch? Aber auch in der Nase und in den Gehörgängen?

Die Verantwortlichen sind schnell gefunden, es sind Hormone, welche sämtliche männliche Geschlechtsmerkmale mit ausprägen, die ANDROGENE. Einen, wenn auch geringen Teil tragen die weiblichen Hormone, die Östrogene dazu bei, die in Spuren neben dem Testosteron gebildet wird. Man weiß, dass doppel X-Chromosomen Männer weder für die Menschheit noch für Frauen auszuhalten wäre.

Das Selbe gilt natürlich auch für die Frauen. Auch sie produzieren in ihren Eierstöcken nicht nur Oestrogen, sondern, ebenfalls in Spuren, Testosteron. Dies beeinflusst, wie beim Mann, wo die Haare vermehrt wachsen. Betroffen ist vor allem die Schambehaarung und das Achselhaar, weniger die Behaarung der Oberschenkel.

Nun wissen wir: Die Abwesenheit von männlichen Geschlechtshormonen gibt einen vollen Haarschopf.

Der Preis für die Männer wäre also eine rechtzeitige Kastration! Eunuchen haben keine Haarprobleme!

Gott sei Dank gibt es auch noch andere Möglichkeiten Haarausfall zu stoppen und das Wachstum der Haare anzuregen.

Außer den schon genannten innersekretdorischen Drüsen, wie Nebennieren, Hoden oder Eierstöcke, spielen auch die Hirnanhangsdrüse, die Zirbeldrüse, die Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse und meist vergessen, das Bries eine Rolle.

So erscheint das Haarproblem in einem ganz anderen Licht und vielleicht erklärt das auch, warum in den meisten Fällen die auf dem Kopf verriebenen Wässerchen nicht helfen. Aber so ganz ohne Berechtigung sind sie doch nicht, nämlich dann, wenn sie zu starke Neubildung der obersten Kopfhautschicht, oder die Überaktivität von Talg- und Schweißdrüsen dämpfen. Damit verringert sich die Schuppenbildung. Es sollte aber eine Austrocknung der Hornschicht und eine zu starke Entfettung vermieden werden, da dies zu Schädigungen führt. Keinesfalls wird aber eine männliche Glatze verhindert. Dies ist meist anlagebedingt, d.h. die verschieden stark ausgeprägten Hormoneinflüsse und Ernaehrungsmöglichkeiten des betreffenden Areals (Kopfhaut) bedingen die Anlage. Ein Überschuss an Schilddrüsenhormon führt z.B. zu diffusem Haarausfall. Oder die Gabe von Insulin bei Zuckerkrankheit bessert das Haarwachstum. Achsel- und Schamhaare reagieren auf verminderte Hormonausscheidung der Hirnanhangsdrüse mit Ausfall.

Die Farbe der Haare wird durch Melanozyten, das sind farbstoffbildende Zellen, gebildet. Diese erzeugen Haarpigmente, entweder hell (Phaenomelanin) oder schwarz (Eumelanin). Je nach Mischung dieser beiden, die zwischen das Keratin eingelagert sind, entsteht die Haarfarbe. Weiteren Einfluss haben noch die Beschaffenheit des Haares und die Menge der Einlagerung von Luftbläschen. Enthalten die Haare keinen Farbstoff ist das Haar weiß. Dies ist nicht mehr rückgängig zu machen, da die Melanozyten, also die Pigment produzierenden Zellen, in den sich bildenden Kolben des Ruhehaares eingeschlossen werden und mit dem ausfallenden Haar verloren gehen. Mischt sich weißes und dunkles Haar, erscheinen die Haare grau (Salz und Pfeffer). Graues Haar gibt es demnach nicht, es erscheint nur so.

Merke: Weißes Haar bleibt weiß, da die farb- produzierenden Zellen fehlen.

Eine andere Sache ist die Verfärbung der Haare durch Medikamente, oder durch Gifte. Z.B. kann dunkle bis schwarze Verfärbung durch Blei- oder Quecksilbervergiftung eintreten, Kupfer hingegen färbt grün. Starke Arzneistoffe können Haare entfärben und einige Rheumamittel die Pigmentierung verändern.

Natürliche Farbunterschiede, z.B. Kopfhaar hell, Bart dunkel usw. haben keine krankhafte Bedeutung.

 

Haarausfall

 

Weit verbreitet ist die Meinung, dass ein Scheren des Kopfhaares den Haarausfall verhindert. Leider ist das ein Trugschluss, denn das Haar wächst in der Haut und nicht auf der Haut!

Die Ursachen des Haarausfalls sind sehr vielfältig und werden allgemein wie folgt beschrieben:

1.   Durch Erbanlagen bedingte.

Er entzieht sich am hartnäckigsten einer erfolgreichen Behandlung. Sind die Haarwurzeln einmal abgestorben, wachsen durch kein Mittel neue Haare. Hier hilft eventuell noch eine Haarverpflanzung.

2.      Der diffuse oder allgemeine Haarausfall.

Oft wird er durch unbekannte innere Ursachen ausgelöst, aber auch durch schwere Erkrankungen der Leber, der Schilddrüse oder des Gehirns. Auch hohes Alter bedingt Organschwächen und damit Haarausfall.

3.      Haarausfall durch äußere Ursachen.

Gar nicht so selten ist ein Überstrapazieren der Haare die Ursache.

4.      Der umschriebene Haarausfall.

Er entsteht durch Hauterkrankungen wie     Pilzinfektion, tiefe Vereiterungen, Ekzeme oder starke Entzuendungen. Im Narbengewebe wächst auch kein Haar mehr, da es aus Bindegewebe besteht.

5.  Der kreisrunde Haarausfall.

Die Ursache ist unbekannt. Festgestellt wurde eine Entzuendung um die Haarzwiebel. Möglich wären allergische oder seelische Auslöser.

Bakterielle oder virenbedingte Infektionen mit hohem Fieber ziehen oft einen Haarausfall nach sich, da das Haar nicht mehr in ausreichendem Masse ernährt werden kann. Es fehlen die notwendigen Stoffe wie Eiweiß und andere. Dadurch entstehen sogenannte dystrophische, also mangelernährte Haare. Ist die Krankheit ausgeheilt, kommen auch die Haare wieder.

Durch Mangelernährung kann es ebenfalls zu Haarausfall kommen. Eisenmangel ist neben zu wenig Eiweiß die Hauptursache. Durch Eisen ist das Blut rot gefärbt (Erytrozyten). Sauerstoff wird an Eisen gebunden. Fehlt Eisen, ist klar, es kann weniger Sauerstoff gebunden werden. Somit bekommen auch die Haarzwiebeln und die Haut  weniger Sauerstoff. Der Schaden wird sichtbar.

Wenn aber genug Eisen im Blut ist und somit genügend Sauerstoff aufgenommen werden könnte, wir aber Stoffe zu uns nehmen die das verhindern, gibt es trotzdem mit der Zeit Probleme. Nikotin zum Beispiel, es ist fünf mal schneller als der Sauerstoff an den roten Blutkörperchen.

Merken sie was? Sauerstoff- Pech gehabt!

Bei fehlendem Eiweiß erscheint das einfacher: Ohne Baustoffe keine Kreatininbildung, also keine Haare.

Dem Mangel an beiden Stoffen, sofern er überhaupt existiert, kann leicht abgeholfen werden. In Fleisch und Fisch aber auch in verschiedenem Gemüse sind beide Stoffe ausreichend vorhanden.

Was ist, wenn die Haare ausgehen, obwohl weder Eisen- noch Eiweißmangel herrschen? Ist das nicht zum Haare raufen? – Sehen sie, da sind wir schon am nächsten Punkt, warum die Haare ausfallen können. Stress! Wegen dem sogenannten „positiven Stress“ fallen keine Haare aus. Gemeint ist die außergewöhnliche Belastung, wie Unfall, Tod eines Nächsten, plötzlicher Wegfall des Arbeitsplatzes, also Dinge, welche über einen längeren Zeitraum belasten. Erden diese „Stressfaktoren“ nicht verarbeitet, bleiben auch die Haare weg.

Sie sehen, es ist gar nicht so einfach mit den Haaren und es gibt noch andere Faktoren, warum das Haar ausfällt. Mechanische zum Beispiel, aber dies besprechen sie am besten mit ihren Friseur.

 

Es stellt sich die Frage: Kann ich bei so kompliziertem Geschehen überhaupt etwas tun?

Wir meinen Ja!

Aber einfache Antworten gibt es nicht! Und wenn selbst die “Nahrung der Haare und der Haut“ bereitgestellt wird, nützt sie nichts, wenn die „Aufnahme“ und „Verdauung“ nicht funktioniert!

Sollten sie dies über Hormone anregen, droht die Impotenz!

Trotzdem ist die Lage nicht hoffnungslos – mit einer Ausnahme – wo die Haarwurzeln zerstört sind, wächst kein Haar mehr.

Sicher haben sie schon Einiges ausprobiert, und es ist anzunehmen, dass wenn sie ein effektives Haarmittel gefunden hätten, sie dieses Thema nicht mehr beschäftigen würde. Und sicher sind sie ein „gebranntes Kind“, zumal es Leute gibt, die es sich sehr einfach machen und behaupten, es gäbe kein wirksames Mittel, nicht einmal bei Haarausfall. Glaubhaft kann jemand eine solche Aussage nur machen, wenn er alle Substanzen, ob natürlich oder chemisch, kennt und deren Wirkung und Synergien voll erfasst hat. Wenn ein Mensch so viel Wissen angesammelt hat, wird er eine solch unqualifizierte Aussage nicht machen. Gegen Unwissenheit und vor allem Ignoranz hilft eben nur Wissen, da helfen keine Pillen.

Für Probleme die sich an Haut und Haaren fest machen ist bestimmt ein „Kraut gewachsen“. Nicht um sonst geben Pharmafirmen und –Konzerne Unsummen an Geld dafür aus. Wie wenig Erfolg dem meist beschieden ist sieht man am Beispiel Krebsforschung. Milliarden Ausgaben, - Ergebnis gleich null. Und wenn mal etwas dabei herauskommt, ist die Liste der „Nebenwirkungen“ länger als die der erwünschten „Wirkung“. Hilft es den Männern, bleiben die Frauen außen vor, oder umgekehrt.

Das Problem liegt schon im Ansatz! Man tut was dagegen, gegen die Krankheit, gegen die Natur werden starke Gifte eingesetzt. Nicht nur wir Menschen leiden, die ganze Erde leidet mit all ihren Lebewesen. Es sind die falschen „Päpste“ die wir anhimmeln. In dem wir die „bösen Kräfte“ mit „bösen Mitteln“ zu vernichten suchen um „gutes“ zu erreichen, werden wir selbst zur „bösen Kraft“!

Immer wenn wir nicht weiter wissen, bauen wir auf die Heilkraft der „Natur“. Versuch und Irrtum. Stellt sich ein Ergebnis als Irrtum heraus heißt es sehr schnell: Da kann man nichts machen, damit müssen sie leben.

Das ist absolut zu kurz gegriffen. Denn dort wo die Natur nicht mehr heilt, heilt der Geist. Statt dies als Wunder (die Abwesenheit von Wissen) zu betrachten und weiterhin die Hände in den Schoss zu legen, sollten wir unsere schlummernden Fähigkeiten  trainieren, so wie es für unsere Muskulatur selbstverständlich ist. Wer rastet, rostet!

Es ist wichtig Zusammenhänge zu erkennen und danach sein Tun verantwortlich auszurichten, Schaden zu vermeiden!

Wo die Natur zu heilen vermag muss man ihre Kräfte fördern, Schwächen ausgleichen.

 

Beispiel: Wenn ein Schüler in der Schule zu schwache Leistungen zeigt, schickt man ihn in einen „Stützkurs“. Sagt man ihm immer nur wie dumm er sei, wird er resignieren und schafft nie das Klassenziel, weil er letzt endlich glaubt was man ihm sagt.

 

Unsere Nahrung ist die erste Medizin. Ein altes chinesisches Sprichwort sagt: Der Tod kommt durch den Mund. In Umkehr gilt auch: Das Leben kommt durch den Mund.

Um auf Haut und Haare zurück zu kommen gilt dies auch hier. Für die optimale Ernaehrung sorgen und Signalwege frei machen, damit auch alles dort hinkommt, wo es gebraucht wird.

 

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Heinz Kasik ist ein Mann der als Homöopath der Natur ein Stück weit auf die Schliche gekommen ist. Er hat, wie sein großes Vorbild Dr. Samuel Hahnemann, zuerst an sich selbst ausprobiert ob diese Nahrungsergänzung das erhoffte Resultat zeigt und ob es an anderen wiederholbar ist. Nach Jahren der Erprobung stand fest, dass diese Zusammensetzung eine sehr positive Reaktion der Haut und Haare hervorrief. Nur Allergiker müssen immer vorsichtig sein und abklären auf welche Stoffe sie reagieren.

Es kam dann 1998 zur patentrechtlichen Anmeldung des Verfahrens und der Patenterteilung.

Diese Nahrungsergänzung ist unter dem Namen CALVITMIN erhältlich.

 

Mit freundlichen Grüssen - Das Calvitmin Team -